Wie kommt es zu den Geschichten?
Jeder Künstler kann nur kreativ schaffen, wenn er etwas zu erzählen hat. Und dabei ist es egal, um welche Form der Kunst es sich handelt.
Meine Geschichten schreibt das Leben. Jeder von uns hat schon etwas Unerklärliches, Unheimliches oder Rätselhaftes erlebt. Ich stelle mir dann die Frage, was könnte hier geschehen sein. Meine Geschichten sind zwar frei erfunden, doch haben sie alle einen großen wahren Kern. Ich kombiniere Fiktion mit Realität und Geschichte.
Die Kurzgeschichten hingegen sind Momentaufnahmen aus dem Leben. Die Personen sind zwar auch hier frei erfunden, doch alles andere hat sich so zugetragen. Und sicherlich findet sich der eine oder andere in einer Szene wieder und sagt: „So etwas habe ich auch schon erlebt!“ Mit diesen kleinen Episoden möchte ich dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder zum Lachen bringen, doch es werden auch ernste Töne und Gedanken angeschlagen.
Ich freue mich über jede(n), die/den ich mit auf eine kurze Reise nehmen kann.
Der Ursprung von dem Roman „Gefangen“
„Gefangen“ ist wirklich in diesem Haus in Berlin entstanden. Kurz nach der Jahrtausendwende habe ich selbst dort mehrere Tage und Nächte verbracht. Den Keller mit den Spinnen, dem Gerümpel und dem zugemauerten Loch in der Wand gab es genau so, wie ich es beschrieben habe. Und ich habe mich damals gefragt: „Was ist hier geschehen?“ Diese Frage hat mich bis heute nicht losgelassen. Und „Gefangen“ schildert das, was hätte tatsächlich passiert sein können.
Kurz nach Corona bin ich nach Berlin gefahren, um mir alles nochmal anzusehen. Ich musste feststellen, dass das Haus nicht mehr steht. Es musste einem Neubau weichen. Damit war das Kribbeln auf der Haut und der Spuk verflogen. Doch die Frage von einst war geblieben.
